Die Lehrstellensituation in Baden-Württemberg

Die Berufschancen für Junglehrer/-innen sind nach ihrer Ausbildung günstig - jedenfalls, wenn man den baden-württembergischen Arbeitsmarkt und die passende Schulform betrachtet. Dem relativ wohlhabenden Bundesland fehlen momentan rund 400 Gymnasial- und 200 Berufsschullehrer/-innen. Vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern - wie z. B. der Mathematik oder Physik - ist dieser Zustand besonders ersichtlich. Anders hingegen sieht es in den Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen aus. Dort ist sogar ein (leichter) Überschuss an Bewerber/-innen zu verzeichnen. Im Falle der Grundschulen ist dies darauf zurückzuführen, dass sich die Landesregierung in Stuttgart weigerte, den Klassenteiler - d. h. die maximale Anzahl der Schüler und Schülerinnen in einer Klasse - zu senken. Damit dennoch gute Chancen auf eine Einstellung bestehen, sollte die Ausbildung der Lehrer/-innen mit einem Notendurchschnitt von mindestens 1,7 abgeschlossen worden sein. Zur Beseitigung des Mangels in den Gymnasien und Berufsschulen, lockt das Land mit einer sofortigen Verbeamtung und einem höheren Einstiegsgehalt. Es wurde sogar extra ein Etat eingerichtet, um Lehrer/-innen aus Bundesländern mit vergleichweise ungünstigen Lehr- und Arbeitsbedingungen wie beispielsweise Berlin abzuwerben. Des Weiteren werden auch Pädagogen und Pädagoginnen ausgeliehen, mit der Hoffnung, dass diese letztendlich im Bundesland bleiben werden. Die Lehrstellensituation in Baden-Württemberg ist folglich sehr differenziert zu betrachten. Ein Mangel in den einen Schulformen, steht einem Überschuss in den Anderen gegenüber.

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